Die Tafeln von Chartres

Ein traditionelles Tool zur Erweiterung des Bewusstseins

  • George Pennington
Schlüsselwörter: Tafeln von Chartres, Bewusstseinserweiterung, Meditation, Metaebene, Schielen, visuelle Fusion

Zusammenfassung

Französische Fahrende nutzten eine einfache Schieltechnik als ein wirksames meditatives Verfahren zur Erweiterung des Bewusstseins. Dabei werden zwei gleichartige, aber farblich nicht identische Bilder von drei geometrischen Formen (den „Tafeln von Chartres“) visuell fusioniert, wodurch in ihrer Mitte ein drittes (virtuelles) Bild sichtbar wird. Auf diesem virtuellen Bild ruht der Blick während der gesamten Meditation. Das Verfahren ermöglicht eine ungewöhnlich klare Beobachtung der eigenen visuellen Wahrnehmung sowie der inneren geistigen und emotionalen Prozesse, wodurch sich der Zugang zur Metaebene des Bewusstseins öffnet. Dadurch wird für Praktizierende ein autonomer, vom eigenen Unbewussten her gesteuerter therapeutischer Prozess ausgelöst. Die Wirkungen sind langanhaltend. Der Autor dieses Beitrags entdeckte die Tafeln 1978 und befasste sich 16 Jahre intensiv mit ihnen, bevor er 1994 ein Handbuch dazu schrieb. In diesem Artikel beschreibt er den Einfluss dieser Praxis auf sein eigenes Leben. Er betont ihre Einzigartigkeit insofern, als dass der Gebrauch der Tafeln nicht, wie andere traditionelle Verfahren, an eine offizielle Tradition oder rituelle Gebräuche geknüpft ist. Er weist auch auf methodische Ähnlichkeiten zu anderen Verfahren hin.

Veröffentlicht
2025-12-12